USA BMX Grand Nationals

Zum größten Hallenrennen des Planets, deswegen wird es auch „Greatest Race on earth“ betitelt, flogen gleich 3 unserer BMXer nach Tulsa/ Oklahoma in die USA.

Sowohl die 2 Elite-Fahrer Stefan Heil und Julian Schmidt als auch Kerstin Meyer, etwas älter, wollten dieses Event live miterleben.

Nach einem Trainingstag am Mittwoch ging es am Donnerstag in das Race of Champions.

Julian Schmidt war wirklich schnell unterwegs

Die Jungs hatten super Starts, was auf dieser Bahn mit dem niedrigen Starthügel und der kurzen Startgeraden absolut wichtig war. Sie waren pfeilschnell, technisch sauber unterwegs und immer vorn mit dabei. So konnten sowohl Julian als auch Stefan manchen Vorlauf gewinnen und damit mühelos in die nächste Runde einziehen. 

Leider klappte es ausgerechnet im ersten K.O.-Lauf bei beiden nicht perfekt, nach so tollen Runden schieden beide viel zu früh aus.

Stefan Heil vor dem Olympiasieger

Kerstin hatte in diesem Wettbewerb „nur“ für die Klasse Mixed Open 31 Jahre und älter melden können, die sowohl männliche als auch weibliche Fahrer/innen aller Skill-Level vereinte. Nach einem 2. Platz im Vorlauf war sie direkt für Tag 2 qualifiziert. Hier kam sie im 1/8-Finale gut vom Start weg, lag an 3. Position, bevor sie in der 2. Kurve wegrutschte, Platz 8. Der Tag war gelaufen, Kerstin konnte zum Glück selbst von der Bahn gehen.

Für die Elite-Klassen wurde am Donnerstag das RoC fertig gefahren, am Freitag gab es für sie dann das Grands Race mit der abendlichen Show. Natürlich war es für Julian und Stefan der große Traum, am Abend dabei sein zu können.

Und es sah in den Motos wieder sehr gut aus, beide waren wieder super unterwegs und meist sehr weit vorn dabei, kamen erneut auch mit Laufsiegen über die Vorläufe der mit 66 Mann stark besetzten Elite-Men.

Julian im Fight um die Führung

Doch auch an diesem Tag war der Wurm drin, von außen kam man in diesem dichten Feld nicht schnell genug nach innen, und in der Kurve aus Naturboden war die Griffigkeit oben eher „suboptimal“ und daher zu vermeiden, wenn möglich.

Stefan und Julian schieden leider schon im Achtelfinale aus, so waren alle 3 dazu verdonnert, am Abend auf der Tribüne zu hocken.

Stefan hochkonzentriert

Für Kerstin starteten die Grands am Samstag, hier hatte sie dann ihre Altersklassen und konnte sowohl mit dem Cruiser (51-55 Jahre) als auch mit dem 20″ Rad (51 Jahre und älter) ihren 1. Vorlauf gewinnen und brauchte erst wieder am Sonntag an den Start gehen. Da musste sie dann in beiden Klassen ins Halbfinale, welche sie jeweils mit dem 2. Platz beendete, das reichte locker für die Finalteilnahmen.

Nun wurde der Tag entzerrt, die Fahrervorstellungen am Gate dauerte sehr lange, und ebenso die Wartezeiten, bis man an der Reihe war.

Kerstin stand zuerst mit dem Cruiser am Gate, war nach gutem Start bis nach der letzten Kurve in Führung, da machten allerdings ihre Beine zu, sie konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern und wurde kurz vorm Ziel noch knapp geschlagen, Platz 2.

Nach einer langen Regenerationspause durfte Kerstin nochmals ran, und sie war wieder motiviert und bei Kräften. Erneut war sie schnell vorn, diesmal hielt sie die Konkurrenz in Schach und bis zum Ziel durch, Kerstin gewinnt die Grand Nationals in der 20-Zoll Klasse!

Kerstin (603) im Fight um den Finalsieg

Kerstin mit den riesigen Trophäen

 

Herzlichen Glückwunsch euch Dreien, es wird ewig ein mega Ereignis mit tollen Erinnerungen für euch bleiben!

 

Bilder: Gerhard Meyer, Navada.net